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 | Assam
Um 1820 wurden in der Provinz Assam im Norden Indiens wildwachsende Teebüsche entdeckt. Der Fund galt damals als Sensation, war man doch bis jetzt der Meinung gewesen, die Teepflanze stamme ausschließlich aus China und Japan. Die robuste und großblättrige Pflanze der Gattung „thea assamica“ wurde nun mühsam kultiviert, denn das feucht-heiße Klima entlang des Flusses Brahmaputra im unwegsamen Dschungel erschwerte die Urbanisierung enorm.
Heute kann man sagen, dass Assam mit seinen 6oo km Ausdehnung von Ost nach West zu den größten zusammenhängenden Tee-Anbaugebieten der Welt zählt.
Das Treibhausklima mit seinen Temperaturen über 35°C und den heftigen Regenfällen läßt den Tee schnell wachsen. Da liegt es auf der Hand, dass die Erträge des großen Assam-Teeblattes größer sind als in Darjeeling, wo nur mühsam an den steilen Hängen geerntet werden kann.
Assam-Tees sind kräftig-malzig im Geschmack und sehr ergiebig. Sie bieten eine hervorragende Basis für zahllose Mischungen, z.B. für den berühmten Ostfriesen-Sonntagstee. In der Provinz Assam werden schwerpunktmäßig schwarze Tees produziert. Grüntees gibt es eher selten.
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