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 | Darjeeling
Erstaunlich ist es schon, wie sich eine Kleinstadt im hohen Norden Indiens namens „Darjeeling“ zum Inbegriff hoher Teekunst entwickeln konnte. Genaugenommen waren es um 1850 britische Kolonialherren, die sich dort in einer Höhe von 2100 Metern von der Hektik und Hitze des Flachlandes erholen wollten und so ganz nebenbei auf die Idee kamen, dort Tee anzubauen.
Das Klima schien geradezu ideal und so entstanden schon bald Tees, von denen man heute sagt, dass sie zu den besten der Welt gehören. Heute wird im sogenannten „Darjeelingdistrikt“ auf ca. 80 Plantagen Tee angebaut und kultiviert. Wegen dem klar abgegrenzten Jahreszeitenwechsel spricht man von der ersten Ernte, der zweiten Ernte und von sog. „Herbsttees“.
Natürlich hat jede Pflückperiode ihren ganz eigenen Geschmackscharakter. Die allerfeinsten Tees stammen aus der ersten Ernte eines Jahres. Das rauhe und kühle Frühlingsklima bewirkt nämlich neben der intensiven Sonneneinstrahlung ein sehr langsames Wachstum der jungen Triebe. Nur zwei Blätter und die Spitze des heranwachsenden Teeblatts werden geerntet. In ihnen ist eine enorme Kraft und ein nuancenreiches Aroma gespeichert, das sich erst in der Tasse richtig entfaltet.
Im Hochland von Darjeeling werden heute nicht nur schwarze Tees produziert, sondern auch sehr feine Grüntees. Es werden auch immer mehr kbA-Tees produziert. |
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