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 | Grüntees
Warum bleibt der Grüne Tee eigentlich grün? Am besten, man betrachtet zunächst den Schwarzen Tee: Hier wird – verkürzt dargestellt – nach einem Aufbrechen der Blätter eine Art Oxydationsvorgang (Fermentation) in Gang gesetzt: Die Blätter werden braun, Zellsaft tritt aus, ätherische Öle entwickeln sich – das Blatt verändert sich in seiner gesamten Struktur. Und genau dieser Prozess wird bei der Produktion von Grünem Tee unterbunden. Nach einem mehrstündigen Welkvorgang sind die Blätter weich und geschmeidig. Dann wird jeder, das Blatt weiter verändernde Prozess unterbunden, indem man die Blätter schnell in großen Pfannen röstet (China) oder kochendem Dampf aussetzt (Japan), mit folgendem Ergebnis: Das Blatt bleibt grün, alles, was sich an natürlichen Inhaltsstoffen im Blatt befindet, bleibt unverändert erhalten und entfaltet sich erst in der Tasse.
Bleibt nur anzumerken, dass dieser Vorgang von größter Sorgfalt begleitet sein muss: Unweigerlich kann zuviel Dampf oder Hitze zu einem Geschmacksruin oder zu anderen unerwünschten Effekten führen. Die Qualität ist dann unwiederbringlich verdorben.
Es gibt viele Varianten, den Grünen Tee zuzubereiten. Chinesen z.B. lassen die Blätter im Wasser liegen und gießen mehrfach kochendes Wasser auf. Wir hingegen nehmen abgekühltes Wasser zwischen 60 und 80°C und lassen den Tee 2-3-Minuten ziehen. Eine Aussage läßt sich auf alle Fälle machen: Je hochwertiger eine Grünteesorte ist, desto länger kann man sie im Wasser liegenlassen.
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